A.D.I.O.S

 

A.D.I.O.S

Danke für 25 Jahre Fan-Dasein

Danke für 25 Jahre Deutsche Musikgeschichte

Danke für 25 geile Jahre

Abschied von den Onkelz...

Nun ist es soweit...
Und es birgt soviel Leid...
Nun ist es vorbei...
Hörst Du meinen Schrei?

..

Unsere 4 Götter haben sich getrennt...
das weiss nun jeder, der sie kennt...
Sie haben uns verlassen...
Ihre Bilder werden verblassen...

..

Doch in unseren Herzen...
auch wenn sie noch so schmerzen...
werden unsere 4 Helden weiter leben...
und uns die Kraft für die Zukunft geben...

Danke an Stephan, Kevin, Gonzo und Pe

 

 

Wir recyclen die Vergangenheit.
Und das, was übrig bleibt
wird es nur einmal geben,
kann uns keiner nehmen.

Trocknet eure Tränen,
lasst uns Abschied nehmen.
Ein letzter Toast, ein letztes Lied,
die Zeit ist ein Dieb.

Für alle und keinen,
wir sind am Ziel und mit uns im reinen, ja.
Der letzte macht das Licht aus.
Wir gehen ...

Ihr hättet es wissen müssen,
ihr hättet es wissen müssen.
Steine auf Herz und Seele,
schießt den Saft in die Tränenkanäle.

Ihr hättet es wissen müssen,
lasst euch zum Abschied küssen.
Von überall ins Nirgendwo,
Geschichten enden nun mal so.

Uns kann's nicht immer geben,
sehen uns im nächsten Leben.
Am Ende einer Reise
auf unserer eigenen Weise.

Seht, das Ende naht.
Die letzten ihrer Art,
die letzten vom Format
sagen Gute Nacht.

Für alle und keinen,
wir sind am Ziel und mit uns im reinen, ja.
Der letzte macht das Licht aus.
Wir gehen ...

Ihr hättet es wissen müssen,
ihr hättet es wissen müssen.
Steine auf Herz und Seele,
schießt den Saft in die Tränenkanäle.

Ihr hättet es wissen müssen,
lasst euch zum Abschied küssen.
Von überall ins Nirgendwo,
Geschichten enden nun mal so.

Manchmal hat ein Jahr 12 Stunden,
ein Tag nur 10 Sekunden.
Die Zeit ist ein Dieb.
Sie nimmt sich, was sie kriegt.

Wir stellen die Stühle hoch,
wir sagen gute Nacht.
Wir stellen die Stühle hoch,
es ist vollbracht.
Es ist vollbracht!

Wir nehmen unseren Hut.
Alles wird gut!


 

Die Worter Onkelz zum Abschied!

Stephan

Goodbye Onkelz, hallo Rest meines Lebens

Punkt1:

Es gibt kein großes Kunstwerk ohne Tragödien.

Wir kündigen und ich entlasse mich!Nicht fristlos und nicht mit sofortiger Wirkung, aber wir läuten das Ende ein.Keine leichte Entscheidung. Nein, die schwerste meines Lebens. Eine, die verdammt weh tut. Eie, die mir mehr als eine Träne abgerungen hat. Etwas woran man sein ganzes Leben gearbeitet hat, beendet man nicht einfach so.

Trotzdem sah ich unser Ende mit eindrucksvoller Klarheit auf mich zu kommen, Nach einer endlosen Folge von Tourneen, Hotelzimmern und Aufnahmestudios wird es Zeit für uns, die Stühle hoch zu stellen und den Laden dicht zu machen.

Warum, werdet ihr euch fragen? Nun ja, nach dem Stones Konzert im letzten Jahr musste ich mich fragen: ,,Was soll danach noch kommen?" Während der Arbeit an "ADIOS" stellte ich mir von Lied zu Lied die Frage, können wir das toppen? Können wir das noch ein drauf setzen? Ich glaube, in dieser Konstellation wird es verdammt schwer. Nein, um erlich zu sein, ich glaube das wir in dieser Konstellation den Höhepunkt unserers Schaffens erreicht haben und Wiederholungen sind SCHEIßE! Mit diesem Bewusstsein weiter zu machen, hieße für mich nur noch den "Rahm" abzuschöpfen und unsere Musik zu einer Ware verkommen zu lassen. Und gut verdrängt heißt für mich nicht halb gewonnen.

Ich kann nur machen, was ich fühle und dies ist meine Art, die Dinge zu sehen. DIes ist mein Weg. Ich stehe vor dem Sprung ins kalte Wasser, ich betrete unbekanntes Terrain. Ich weiss, ich werde eine tiefe Leere spüren. DIe Lücke, die die Onkelz hinterlassen werden, ist schwer zu füllen. Aber irgendwann muss Schluss sein mit der Abhängigkeit von anderen, und deren Abhängigkeit von mir. Ich versuche nach vorne zu sehen.

Punkt 2.

Moralphilosophie

Jeder Künstler hat ein persönliches Interesse am eigenen Erfolg. Das ist legitim, wie ich finde. Hat man es einmal geschafft, hält man normalerweise am besten einfach durch , bis alles geregelt und in trockenen Tüchern ist. Weniger wahrscheinlich ist es, dass man den eigenen schrittweisen Niedergang bemerkt. Ich hatte niemals Lust auf die Rolle des Goldesels reduziert zu werden, der meine und die Infrastruktur anderer finanziert. Bei den Onkelz ging es immer um mehr. Um viel mehr. Wer über mehr als zwie Dekaden dermaßen hochtrabende Moralphilosophie wie wir verfasst, der muss sich täglich selbst hinterfragen, ob er seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Das tue ich und ich hoffe, die Jungs machen das auch. Die Onkelz, und das war uns schon immer bewusst, haben ein begrenztes Haltbarkeitsdatum. Nicht unsere Musik, sondern im besonderen unsere Inhalte - das, wofür wir seit 24 Jahren stehen. Wir haben mehr als einmal betont, nicht im Onkelzkostüm sterben zu wollen. Dafür gab und gibt es gute Gründe. Zu viele Reunions alter Helden, zu viele Bands, die uns weit über ihren Zenith hinaus mit überflüssigen Platten und peinlichen Konzerten penetrieren. Bands, die ihre Rebellion an der Garderobe der Industrie abgegeben haben, oder verzweifelt ums eigene Überleben kämpfen müssen.

Nicht mit mir und der Gedanke so enden zu können, drängte zu penetrant in meine Welt. Wer so konsquent war, muss es auch bei einer so schweren Entscheidung sein.

Noch fühlen wir den puren, erlichen Zorn, der uns immer angetrieben hat und lange bevor jemand auf die Idee kommen könnte und nahe zu legen aufzuhören, teilen wir euch mit:

Dies ist unser letztes Studio Album und unsere letzte Tournee. Die ist unumstößlich.

Darüber hinaus würden wir uns freuen, 2005 zu unserem 25-jährigen Jubiläum ein Abschiedskonzert geben zu können. Ein Vierteljahrhundert Onkelz, das wäre eine amtliche Hausnummer. Der Rest verschwindet sowieso in Emotionsnebel und Erschöpfung. Danke Euch allen.

STEPHAN!!!


Kevin

NICHTS IST FÜR DIE EWIGKEIT...

Hey Leute! Ich schliesse mich meinen Band-Kollegen an. Alles hat en begrenztes Haltbarkeitsdatum. So auch wir. Das heißt nun nicht, dass wir in der Ecke liegen und vor uns hinvegetieren und vielleicht schon verschimmeln. Jeder aus der Band hat sich irgendwo weiternetwickelt. Und das es noch ein Leben neben der Band gibt, haben Stephan, Gonzo Pe und ich eigene Pläne.

Wir haben uns entschlossen aufzuhören, wenn alles am geilsten ist. Dieser Zeitpunkt ist nun da - es ist Zeit zu gehen. Aber noch nicht endgültig. Mit der neuen Single und dem Album werden wir Euch bestimmt nicht enttäuschen. Und auf der Tour lassen wir es dann zusammen alle noch einmal so richtig krachen! WAS HABT IHR AUCH ANDERES ERWARTET? Ihr seht, es wird auch in der Zukunft noch einiges zu hören und auch zu sehen geben.

Wenn wir jetzt zurücktreten, existieren die Onkelz in Euch weiter. Selbst dann, wenn wir längst zu Staub verfallen sind, werden für Euch die Leider immer da sein.

Lange haben wir Euch gezeigt wie´s geht. zeigt, was Ihr gelernt habt! Jetzt seid Ihr drann!!!

Ciao Leute, macht´s gut und bleibt weiter böhse. Ihr seit echt die Geilsten!!

Jetzt freuen wir uns erst mal auf die Tour! Wir sehen uns!

Adios - Euer KEVIN


Gonzo

Liebe Leute,

immer wenn ich mir Eure Einträge im Gästebuch durchlese dann rührt es auch ganz kräftig in mir. Ihr sprecht mir auch der Seele. Soviel geht einem im Kopf herum, die Trennung der Band wird von allen Seiten beluchtet, duchrleuchtet, verworfen, neu abgetastet- es hört nie auf.

Dauernd ergeben sich neue Aspekte, neue Perspektiven, man kann die Geschcihte je nach Tageszeit oder Laune so oder so betrachten. Ihr könnte Euch sicher vorstellen, dasss das Leben seit unserem Entschluss auch mir mich/uns alles andere als einfach ist.

Ein Beispiel:

Letzten Donnerstag beendete ich die Gitarrenaufnahmen zum ,,Adios" - Album, unserem letzen Studioalbum. Stephan und ich standen mit Michael, unserem Freund und Toningenieur, im Regieraum und hörten uns die zuletzt aufgenommene Nummer noch einmal an. Dann sagte Stephan, was mir auch die ganze Zeit im Kopf herumgeisterte: ,,Das waren deine letzen neuen Noten für die Onkelz." Schweigen. Tausend Dinge, die im Kopf und im Bauch und in der Seele Kraussell fahren. Puh, verdammt ja, es ist tatsächlich das letzte Album, das wir produzieren, zu dem ich gerade meinen Part beendet habe.

Zwei Herzen schlagen in mir: Zum eine der Stolz auf die geleistete Arbeit, auf die wohl besten Songs seit langem - auf puren Rock ´n´ Roll. Auf den Spaß am Rocken, der sich komischerweise trotz unseres Abschieds einstellte und mich durch die ganze Produktion begleitet hat. Warum waren wir so locker, wie schon lange nicht mehr und so voll positiver Energie? Kam vielleicht so etwas wie ein ,,jetzt erst recht - und wir sind noch lange nicht tot"-Gefühl auf? Perplex.

 Zum anderen natürlich das Ende der Band, die Frage nach dem danahc. Es geht mir wie Euch, pendeln zwischen Positivem und Negativem.

Dabei gibt es eigentlich keinen grund lange traurig zu sein. Unser gemeinsamer Spirit kann nicht einfach verschwinden, sich in Luft auflösen, als wäre er nie da gewesen,Auch dem Ende der Band nicht. Klar, der Schock sitzt tief und arbeitet täglich weiter in uns, aber er setztz auch neue Ideen in die Welt. Ihr und wir denken über etwas, das schon fast zum alltäglichen Leben gehörte wieder neu nach - und plötzlich tauchen alte, längst im Alltag verloren geglaubte Ideale und Gefühle wieder auf. Aufbruch.

Und genau dass ist der Spirit von dem ich hier spreche und der eigentlich niemals enden wird.

Einmal Onkel -immer Onkel. Es ist schön zu erleben, dass unsere Einstellung auch von so vielen anderen verstanden und geteilt wird. Dass es ein Leben neben den Mainstream und der Normalität gibt. Gerade auch in Deutschland. Dass sicht nicht jeder von irgendwelchen Konsumstrategen und Superschlauen an der Nase herumführen lässt - und schon garnicht der lauteste Chor der Welt!

Und wer weiß, vielleicht kommt ja in Zukunft auch noch das ein oder andere neue von einem der Bandmitglieder? Bestimmt.

In diesem Sinne kan die Tour eigentlich nur der absolute Wahnsinn werden.

Unvorstellbar

Ein Meer von Gefühlen und Gefühlsausbrüchen. Man, die Gänsehaut läuft mir jetzt schon den Rücken runter. Das werden Wochen im Ausnahmezustand für und alle.

Und mit ,,Alle" meine ich ca. 200.000 Onkelz!

See You All!

GONZO


Pe

Adios von Pe

Liebe Trauernde,

das ist natürlcih ein Schock für Euch, eine Tatsache, die wir Onkelz, schon ein paar Wochen länger wissen als Ihr und deshalb mehr oder minder schon einigermaßen verdaut haben. Nicht desto Trotz kommt im nächsten Jahr eine einschneidende Veränderung auf jeden von uns zu und wie diese aussieht, wird sich erst noch zeigen, deshlab gibt es auch für und Ungewissheiten und damit ein paar Bedenken, vom schweren, schmerzlichen Verlust dieser monumenta -len, spirituellen Institution und der kosmisch auferlegten Bruderschaft, einmal abgesehen; Veränderungen sind aber das natürlichste der Welt und deshlab ist es besser, den blick nach vorne zu richten.

Eins ist sicher, eine Band wie die Onkelz wird es nicht mehr geben und Stephan hat recht, es ist gut, uns in bester onkeliger Erinnerung zu behalten und nicht als alte dahinsichende Opas, das würde unseren verkörperten Spirit nachhaltig verwässern und der Legende Onkelz nicht gerecht werden. Ich müsst den Geist jetzt alleine weiter in Euch trgen auch wenn Ihr dabei nur auf die Msuik und die Texte hören müsst, die als Vermächtnis von uns an Euch geblieben sind.

Zwar wird es keine neuen Studio-Onkelz-Scheiben mehr geben, aber ich denke, dass Ihr bestimmt von dem einen oder anderen von und noch etwas zu sehen oder zu hören bekommt. Und das beste ist doch, dass alles eins ist, eigentlich waren wir nie weh und werden nie weg sein, weil auf einer gewissen Ebene nichts verschwindet und es dort keine Zeit gibt. Wir alle sind ein und dasselbe Ding. Wir umarmen Euch endlich auf jener Ebene und in dieser bis zum Schluss.

Und jetzt lasst und den Schluss noch mal feiern, dass es qualmt, um allen anderen zu zeigen, wer die geilste Band und die geilsten Fans sind. Wir sehen und auf den Konzerten!

Viel Spaß auch mit dem neuen Longplayer und der Single, sie sind wirklich noch mal ein richtiger Knaller geworden.

Gruß an alle

Pe